Liebe und Barmherzigkeit im Islam
Eine Muslimisch-christliche Koranlektüre
Wie spricht der Koran von Gottes Liebe und Barmherzigkeit? Welche Bedeutung haben diese Vorstellungen für das Verhältnis zwischen Gott und Mensch? Und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für menschliches Handeln und das Zusammenleben in der Welt?
Die Barmherzigkeit Gottes gehört zu den zentralen Motiven des Korans. Bereits die Basmala, die Anrufung Gottes als des Allerbarmers und Barmherzigen, eröffnet mit Ausnahme der neunten alle Suren. Zugleich thematisiert der Koran Gottes Liebe in unterschiedlichen Zusammenhängen und verbindet sie unter anderem mit Glauben, menschlichen Haltungen und ethischem Handeln. Wie sind diese Aussagen theologisch zu verstehen? In welchem Verhältnis stehen Liebe, Barmherzigkeit, Vergebung und Gerechtigkeit?
Die Veranstaltung lädt dazu ein, ausgewählte Koranverse gemeinsam zu lesen und ihre Bedeutung im literarischen, historischen und theologischen Kontext zu erschließen. Dabei richtet sich der Blick sowohl auf Gottes Beziehung zum Menschen als auch auf die Frage nach der Verantwortung des Menschen gegenüber seinen Mitmenschen und der Welt.
Im Dialog mit biblischen Texten zur Gottes- und Nächstenliebe werden muslimische und christliche Perspektiven miteinander ins Gespräch gebracht. Dabei geht es nicht um eine vorschnelle Gleichsetzung religiöser Vorstellungen, sondern um eine differenzierte Auseinandersetzung mit den jeweiligen Texten, ihren Auslegungen und ihrer Bedeutung für Glauben und Lebenspraxis.
Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zeigen sich im Verständnis von Gottesliebe und Barmherzigkeit? Wie werden göttliche Zuwendung und menschliche Verantwortung aufeinander bezogen? Und welche Bedeutung können die behandelten Texte für gegenwärtige Fragen nach Mitmenschlichkeit, Gerechtigkeit und einem verantwortlichen Zusammenleben gewinnen?
Die gemeinsame Lektüre eröffnet einen Zugang zu zentralen Motiven koranischer Theologie und bietet Gelegenheit, unterschiedliche Interpretationen kennenzulernen und kritisch zu diskutieren. Zugleich wird danach gefragt, wie religiöse Texte in ihren jeweiligen Traditionen verstanden werden und welche Orientierungskraft ihnen heute zukommen kann.
Geleitet wird die Veranstaltung von einem wissenschaftlichen Mitarbeiter der Islamisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster. Er führt in grundlegende Aspekte des Korans und der Koranexegese ein und vermittelt wissenschaftliche Zugänge zur Auslegung der behandelten Texte.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten, die sich mit dem Koran, islamischer Theologie und dem muslimisch-christlichen Dialog auseinandersetzen möchten.
Herzliche Einladung zur Teilnahme!
Kosten
Eintritt frei.
Wir freuen uns über eine Spende!
ReferentIn
M.A., Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand im Arbeitsbereich Kalam, Philosophie und Mystik an der Islamisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen u.a. die (neue) Kalamwissenschaft, (islamische) Religionsphilosophie, Sufismus, Koranexegese und Hadithwissenschaften.
Anmeldung
Synodalbüro des Ev. Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken
st-bildung@ekvw.deTel. 01573 2479826Bohlenstiege 34, 48565 Steinfurtbis 25. Februar 2027

