Geschichte erfahren, Erinnerung wachhalten, Gegenwarte gestalten

Mit dem Fahrrad durch Münster zur Villa ten Hompel

09.00 Uhr - 15.00 Uhr

Wie prägt die Vergangenheit unsere Gegenwart? Welche Verantwortung erwächst aus historischem Unrecht? Und welche Bedeutung hat Erinnerung für unser heutiges Zusammenleben?

Auf einer gemeinsamen Radtour durch Münster begeben wir uns auf historische Spurensuche und entdecken Orte, an denen Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbunden sind. Dabei beschäftigen wir uns mit den Folgen der nationalsozialistischen Herrschaft, gesellschaftlichen Veränderungen und aktuellen Herausforderungen. An ausgewählten Stationen gehen wir Fragen nach Ausgrenzung und Gewalt, bedrohten Freiheitsrechten und fortbestehenden Ungleichheiten nach. Was wirkt bis heute nach? Und was können wir aus der Geschichte für den Schutz von Demokratie, Menschenwürde und gesellschaftlichem Zusammenhalt lernen?

Ein besonderer Schwerpunkt des Tages ist der Besuch der Villa ten Hompel mit ihrer Dauerausstellung. Der Münsteraner Geschichtsort widmet sich der Rolle der Polizei im Nationalsozialismus, der Beteiligung staatlicher Institutionen an nationalsozialistischen Verbrechen und dem Umgang mit dieser Vergangenheit nach 1945. Die Ausstellung vermittelt historische Zusammenhänge, beleuchtet individuelle und institutionelle Verantwortung und lädt dazu ein, die Bedeutung dieser Geschichte für unsere Gegenwart zu hinterfragen.

Gemeinsam mit Stefan Querl, dem Leiter der Villa ten Hompel, erkunden wir die Dauerausstellung und tauschen uns über historische Verantwortung und eine lebendige Erinnerungskultur aus. Gerade angesichts von Antisemitismus und Gefährdungen demokratischer Werte stellt sich die Frage, wie Erinnerung unser heutiges Handeln prägen kann. Wie begegnen wir Ausgrenzung und Gewalt? Und wie können wir uns für Freiheit, Menschenwürde und ein respektvolles Miteinander einsetzen?

Zur Mittagszeit bietet der Münsteraner Markt Gelegenheit, sich zu stärken, Eindrücke auszutauschen und miteinander ins Gespräch zu kommen, bevor wir die Radtour fortsetzen.

Die abschließende Reflexion knüpft an die Eindrücke aus der Dauerausstellung an und widmet sich der grundlegenden Frage: Wofür erinnern wir uns? Welche Bedeutung hat die Auseinandersetzung mit nationalsozialistischen Verbrechen für das historische Bewusstsein und die gesellschaftliche Verantwortung in der Gegenwart? Wie gehen wir mit historischem Unrecht, seiner Aufarbeitung und seinen Folgen um? Gemeinsam reflektieren wir, welchen Beitrag eine kritische Erinnerungskultur zur Auseinandersetzung mit Ausgrenzung und Gewalt, zum Schutz der Menschenwürde und zur Stärkung demokratischer Werte leisten kann.

Der Tag wird vom Evangelischen Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken veranstaltet und von Stefan Querl begleitet. Er vermittelt historische Hintergründe, führt durch den Tag und gestaltet die abschließende Auseinandersetzung zur  Bedeutung und zum Wandel von Erinnerungskultur.

 

Treffpunkt und Organisatorisches

Datum: Samstag, 13. März 2027

Beginn: 9:00 Uhr

Ende: ca. 15 Uhr

Treffpunkt: Hauptbahnhof Münster

Die Radtour umfasst etwa 25 Kilometer. Die Strecke verläuft ohne nennenswerte Steigungen oder unbefestigte Wege und ist auch für weniger geübte Radfahrende gut zu bewältigen.

Voraussetzung ist ein verkehrssicheres Fahrrad. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr.

Wer kein eigenes Fahrrad mitbringen möchte, kann bei der Radstation Münster ein Fahrrad für einen Tag ausleihen. Eine rechtzeitige Reservierung wird empfohlen. Bitte informieren Sie sich direkt bei der Radstation über Verfügbarkeit, Mietbedingungen und Kosten und reservieren Sie Ihr Fahrrad für den Veranstaltungstag.

Kosten

20,- € zzgl. Mittagsverpflegung und eigener An- und Abreise zum Hauptbahnhof Münster 

ReferentIn

Stefan Querl

Aufgewachsen in einem evangelisch-reformierten Pfarrhaus, studierte er Geschichts- und Politikwissenschaften sowie Theologie. Er erwarb 2023 des Master im Fach Politisch-Historische Studien an der Universität Bonn mit einer Forschung zu Israel und dem "anderen" Deutschland nach 1945 und den schwierigen bilateralen Beziehungen während der Ära von Adenauer und Ben Gurion.

Leiter des Geschichtsortes Villa ten Hompel, der Forschungs- und Erinnerungsstätte der Stadt Münster,  Angehöriger des geschäftsführenden Bundesvorstandes in der überparteilichen Vereinigung "Gegen Vergessen - Für Demokratie", Beauftragter der Stadt Münster gegen Antisemitismus

Anmeldung

Inge Laukamp

Synodalbüro des Ev. Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken

st-bildung@ekvw.deTel. 01573 2479826Bohlenstiege 34, 48565 Steinfurt

bis 08.03.2027 

zur AnmeldungEs sind noch Plätze verfügbar

Bildnachweis: Andrea Kutzendörfer