Gott - ersehnt, erfahren, verborgen

Ein muslimisch-christliches Gespräch mit den Quellen von Koran und Bibel

15.15 Uhr - 19.15 Uhr
Haus der Kirche und DiakonieBohlenstiege 3448565  Steinfurt

Wie drückt sich die Gotteserfahrung der Menschen in ihren Gottesbildern aus? Nah oder fern, barmherzig oder richtend, zugewandt oder verborgen? Seit Jahrtausenden suchen Menschen nach Antworten auf diese Frage. Sie vertrauen auf Gottes Nähe, hoffen auf seine Barmherzigkeit, ringen mit seinen Geboten und erfahren bisweilen sein Schweigen. Doch woher stammen die Bilder von Gott, die Menschen in ihrem Glauben und Leben bis heute prägen?

Welche  Gottesbilder vermittelt der Koran, und welche Botschaft verkündet Muhammad? Aus welchen Gottesbildern schöpft Jesus nach dem Zeugnis des Neuen Testaments, und wie ist seine Botschaft in der jüdischen Glaubenstradition verwurzelt?

Koran und Bibel sprechen in vielfältigen, mitunter spannungsreichen Bildern von Gott: als barmherzig und gerecht, nah und unverfügbar, vergebend und richtend, liebend und fordernd. Zugleich erzählen sie von der Sehnsucht nach Gott, von Vertrauen und Zweifel, von der Hoffnung auf seine Gegenwart und der Erfahrung seiner Verborgenheit. Wie lässt sich von einem Gott sprechen, der sich offenbart und zugleich menschlichem Verstehen entzieht, ja für den Menschen in seiner Sehnsucht oft verborgen bleibt und schweigend erfahren wird. Was bedeuten solche Gottesvorstellungen für das Beten, Glauben und Handeln von Menschen?

Ein besonderer Blick gilt Jesus und seiner Verwurzelung in der jüdischen Glaubenstradition. Seine Verkündigung ist ohne die Gottesbilder der Hebräischen Bibel nicht zu verstehen. Der Gott Israels, seine Treue und Barmherzigkeit, seine Gerechtigkeit, aber auch die Erfahrungen von Klage, Hoffnung und göttlicher Verborgenheit prägen die religiöse Welt, in der Jesus lebte und wirkte.

Auch der Koran steht in enger Beziehung zu jüdischen und christlichen Überlieferungen. Abraham und die Propheten Israel, vor allem aber Mose begegnen uns in beiden religiösen Traditionen. Können jüdische Gottesvorstellungen eine Brücke zwischen Christentum und Islam bilden? Welche Gottesbilder werden weitergetragen, welche neu akzentuiert und wie prägen sie bis heute das Glaubensleben von Menschen?

Emre Ilgaz und Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder gehen diesen Fragen in einem muslimisch-christlichen Gespräch nach und freuen sich über einen regen Austausch mit allen Interessierten.

Emre Ilgaz ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kalam, Islamische Philosophie und Mystik der Islamisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster.

Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder ist kath. Theologin und Leiterin der Ev. Erwachsenenbildung im Ev. Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken

Herzliche Einladung zur Teilnahme!

 

 

 

 

 

 

Kosten

15,- € inkl. Getränke und Imbiss

Anmeldung

Inge Laukamp

Synodalbüro des Ev. Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken

st-bildung@ekvw.deTel. 01573 2479826Bohlenstiege 34, 48565 Steinfurt

bis 23.04.2027

zur AnmeldungEs sind noch Plätze verfügbar

Nachweis: asmithers/iStock