Jüdisches Leben in Münster

Eine Spurensuche in Geschichte und Gegenwart mit Gesprächen und Begegnungen

09.30 Uhr - 18.00 Uhr

 

Jüdisches Leben gehört seit Jahrhunderten zu Münster. Es hat die Geschichte der Stadt mitgeprägt und ist bis heute ein lebendiger Teil ihrer Gegenwart. Doch wo finden sich Spuren dieser Geschichte? Was erzählen sie uns über das Leben jüdischer Menschen in Münster? Wie gestaltet sich jüdisches Leben heute? Und wie gut kennen wir eigentlich unsere jüdischen Nachbarinnen und Nachbarn?

Wir laden Sie ein, Münster aus einer neuen Perspektive zu entdecken. An historischen Orten, beim Besuch der Synagoge und in persönlichen Gesprächen lernen wir unterschiedliche Seiten jüdischen Lebens kennen. Dabei geht es um Geschichte und Gegenwart, um religiöse Traditionen und gelebten Glauben, aber auch um Fragen, die unser heutiges Zusammenleben betreffen.

Unsere Spurensuche beginnt auf dem jüdischen Friedhof. Grabsteine und Inschriften erzählen von Menschen und Familien, die über Generationen in Münster gelebt und die Stadt mitgestaltet haben. Anschließend machen wir uns auf den Weg durch die Innenstadt und entdecken weitere Orte jüdischer Geschichte. Dabei begegnen wir einer Vergangenheit, die von Zugehörigkeit, kultureller Vielfalt und gesellschaftlicher Teilhabe geprägt ist, aber auch von Ausgrenzung, Entrechtung und der Verfolgung und Ermordung jüdischer Menschen während der nationalsozialistischen Herrschaft. Wir fragen, wie jüdisches Leben nach 1945 wieder Fuß fassen konnte und wie es sich bis heute entwickelt hat.

Danach ist eine ca. 1stündige Mittagspause geplant, in der sich alle Teilnehmenden selbst versorgen können.

Ein besonderer Höhepunkt ist am Nachmittag der Besuch der Synagoge der Jüdischen Gemeinde Münster. Wir lernen den religiösen Raum kennen und erfahren mehr über jüdische Glaubenstraditionen, Feste und das heutige Gemeindeleben. Zugleich eröffnet der Besuch die Gelegenheit, Fragen zu stellen und jüdisches Leben nicht allein aus historischer Perspektive, sondern als selbstverständlichen und vielfältigen Teil unserer Gegenwart wahrzunehmen.

Zum Abschluss treffen wir uns im Franz Hitze Haus, um die Eindrücke und Erfahrungen des Tages ins Gespräch zu bringen. Gemeinsam mit Fachleuten aus Theologie und historischer Bildungsarbeit sowie nach Möglichkeit mit jüdischen Gesprächspartner/innen richten wir den Blick auf Fragen, die über diesen Tag hinausweisen: Was hat uns überrascht, berührt oder nachdenklich gemacht? Welche Vorstellungen prägen unseren Blick auf jüdisches Leben? Wie entstehen Vorurteile und antisemitische Denkmuster?  Was können wir ihnen entgegensetzen? Was können wir selbst dazu beitragen, dass Menschen unterschiedlicher Religionen und Lebensweisen einander mit Offenheit, Respekt und Vertrauen begegnen?

Herzliche Einladung zur Teilnahme!


Beginn: 9.30 Uhr auf dem Jüdischen Friedhof in Münster

Treffpunkt: 9.00 Uhr am Franz Hitze Haus Münster (Kardinal-von-Galen-Ring 50, 48149 Münster)

Ende: ca. 18 Uhr im Franz Hitze Haus Münster

Leitung:

Dr. Ludger Hiepel (Beauftragter gegen Antisemitismus der Universität)

Stefan Querl (Leiter des Geschichtsortes Villa ten Hompel, Münster; Beauftragter gegen Antisemitismus der Stadt Münster) 

Dr. Johannes Sabel (Direktor der Katholisch-Sozialen Akademie Franz Hitze Haus, Münster)

Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder (Theologin, Leiterin der Ev. Erwachsenbildung im Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken)

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Evangelischen Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken, der Villa ten Hompel Münster, der Katholisch-Sozialen Akademie Franz Hitze Hause Münster, der Jüdischen Gemeinde Münster und der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster.

Kosten

26,- € zzgl. Mittagsverpflegung 

Anmeldung

Inge Laukamp

Synodalbüro des Ev. Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken

st-bildung@ekvw.deTel. 01573 2479826Bohlenstiege 34, 48565 Steinfurt

bis 22.02.2027

zur AnmeldungEs sind noch Plätze verfügbar