Sie sind frei, Doktor Korczak - Film und Besprechung
Filmabend und Gespräch über Menschlichkeit, Verantwortung und Zivilcourage
Was bedeutet es, der eigenen Überzeugung treu zu bleiben, wenn die Welt um einen herum ihre Menschlichkeit verliert? Wo liegen die Grenzen persönlicher Verantwortung? Und was kann ein einzelner Mensch der Gewalt eines unmenschlichen Systems entgegensetzen?
Der Film „Sie sind frei, Dr. Korczak“ erzählt von dem jüdisch-polnischen Arzt, Pädagogen und Schriftsteller Janusz Korczak, der im Warschauer Ghetto ein Waisenhaus leitete. Inmitten von Entrechtung, Hunger und nationalsozialistischer Verfolgung hielt Korczak an einer damals revolutionären Überzeugung fest: Kinder sind eigenständige Menschen mit unveräußerlicher Würde, eigenen Rechten und dem Anspruch, ernst genommen zu werden.
Korczak blieb bei den ihm anvertrauten Kindern, als diese 1942 in das Vernichtungslager Treblinka deportiert wurden. Seine Geschichte stellt bis heute unbequeme Fragen nach Mut und Ohnmacht, moralischer Haltung und der Verantwortung für andere.
Im Anschluss an die Filmvorführung laden wir zu einem gemeinsamen Gespräch ein. Dabei geht es nicht allein um die historische Person Janusz Korczak, sondern auch um die Aktualität seines pädagogischen Denkens und seiner Haltung: Was heißt es, die Würde eines Menschen bedingungslos anzuerkennen? Was unterscheidet Zivilcourage von heroischer Selbstüberhöhung? Und welche Bedeutung haben Korczaks Überzeugungen für unseren heutigen Umgang mit Kindern, mit Menschen in Abhängigkeit und mit gesellschaftlicher Ausgrenzung?
Ein Filmabend, der Geschichte lebendig werden lässt, zum Nachdenken herausfordert und Raum für Fragen bietet, die weit über die Vergangenheit hinausreichen.
Herzliche Einladung!
Kosten
Eintritt frei. Wir freuen uns über eine Spende!
Leitung
Nachweis: CCC Filmkunst GmbH Berlin

