Sterben. Und was das mit uns zu tun hat
Filmvorführung und Filmbesprechung
Der Film „Sterben“ von Matthias Glasner mit Lars Eidinger erzählt eindringlich und ohne Beschönigung von einer Familie, deren Mitglieder an unterschiedlichen Wendepunkten ihres Lebens stehen. Im Mittelpunkt stehen Beziehungen, die von Nähe und Distanz, Verantwortung und Überforderung geprägt sind. Der Film zeigt, wie Menschen mit Krankheit, Alter, Erwartungen und dem Wissen um die eigene Endlichkeit umgehen – und wie schwer es ist, miteinander im Gespräch zu bleiben, wenn das Leben komplex wird.
In ruhigen, genau beobachteten Episoden begleitet der Film seine Figuren durch Alltagssituationen, Konflikte und Entscheidungen. Dabei stellt er grundlegende Fragen: Wie wollen wir leben, wenn nichts selbstverständlich ist? Welche Verantwortung tragen wir füreinander – in der Familie, in Partnerschaften, in der Gesellschaft? Und was passiert, wenn persönliche Freiheit, beruflicher Anspruch und Fürsorge füreinander in Spannung geraten?
„Sterben“ hat einen starken Bezug zur Lebensrealität vieler Menschen. Themen wie das Älterwerden der Eltern, Pflege, emotionale Erschöpfung, Leistungsdruck und Einsamkeit sind Teil einer gesellschaftlichen Wirklichkeit, die oft wenig Raum für offene Gespräche lässt. Der Film macht diese Erfahrungen sichtbar und lädt dazu ein, über eigene Haltungen, Beziehungen und Prioritäten nachzudenken.
Im Anschluss an die Vorführung des gesamten Films findet eine moderierte Besprechung statt, die sich an einzelnen Episoden orientiert. In einer offenen und wertschätzenden Atmosphäre ist Raum für Austausch, Fragen und unterschiedliche Perspektiven. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Der Eintritt ist frei, wir freuen uns über eine Spende.
ReferentIn
Theologin, Leitung der Ev. Erwachsenenbildung Steinfurt-Coesfeld-Borken
Anmeldung
Synodalbüro des Ev. Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken
st-bildung@ekvw.deTel. 01573 2479826Bohlenstiege 34, 48565 SteinfurtAus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung bis zum 11.11.2026 gebeten.
Bildnachweis: Wild Bunch Germany / ZDF / ARTE

